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Anna Castelli-Ferrieri

Anna Castelli-Ferrieri: Architektin, Designerin, Feministin

Componibili Container heute

Anna Castelli-Ferrieri wurde am 6. August 1918 in Mailand geboren und war eine der ersten Frauen, die 1943 einen Architekturabschluss am Polytechnikum Mailand erlangten. In ihren frühen Berufsjahren arbeitete sie eng mit dem Architekten Franco Albini zusammen, dessen neo-rationalistische Ideen von Reduktion, Funktion und einer strengen Ästhetik sie nachhaltig prägten. Auch die Prinzipien der Bauhaus-Schule – Einfachheit, Funktionalität und moderne Lösungen – bildeten das Fundament ihres späteren Schaffens.

Anfang der 1950er Jahre gründete sie gemeinsam mit Ignazio Gardella ein Architekturbüro. Gemeinsam realisierten sie wegweisende Industrie- und Fabrikgebäude der modernen italienischen Architektur, darunter die Alfa Romeo Fabrik in Arese sowie den Kartell-Hauptsitz in Noviglio, der heute das firmeneigene Museum beherbergt.

Obwohl ihr Ehemann Giulio Castelli das Möbelunternehmen Kartell bereits 1949 gründete, begann Anna Castelli-Ferrieri ab Mitte der 1960er Jahre, das Firmenimage maßgeblich als Chefdesignerin und spätere Art-Directorin zu prägen. Sie spezialisierte sich auf den Entwurf von Kunststoffmöbeln – zu jener Zeit ein revolutionärer Ansatz. Ihre Entwürfe basierten auf einfachen geometrischen Formen, waren schlank, farblich abgestimmt und hochwertig verarbeitet. Sie kombinierte Ästhetik mit hoher Funktionalität und experimentierte intensiv mit Materialtechnologien, um wirtschaftliche und alltagstaugliche Designs zu entwickeln.

Anna Castelli-Ferrieri mit ihrem Ehemann, dem Chemiker und Kartell-Gründer Gulio Castelli im Jahr 1961

Anna Castelli-Ferrieri als junge Frau bei der Arbeit

1967 entwarf sie die ikonischen Aufbewahrungsmodule Componibili, die bis heute zu den meistverkauften Produkten von Kartell zählen. 1972 wurden diese Module im Museum of Modern Art in New York im Rahmen der legendären Ausstellung „Italy: The New Domestic Landscape“ gewürdigt. 1976 übernahm sie offiziell die Rolle der Art-Directorin bei Kartell, während sie weiterhin eigenständig experimentierte.

Neben ihrer Designarbeit war sie von 1946 bis 1947 Redakteurin des Architekturmagazins Casabella-Costruzioni in Mailand und veröffentlichte zwei bedeutende Fachbücher: 1984 erschien „From Project to Product: Plastic Design“ und 1991 folgte „The Interface of Material“. Ihre Arbeiten erlangten weltweit Anerkennung und wurden in zahlreichen internationalen Kunstausstellungen gezeigt.

Anna Castelli Ferrieri war Rationalistin und Feministin, die gesellschaftliche Rollenbilder überwand, Frauenrechte förderte und zahlreiche internationale Organisationen unterstützte. Ihr Einfluss erstreckt sich auf das Produktdesign, das Industriedesign und die Architektur. Sie verstarb am 22. Juni 2006 im Alter von 87 Jahren in Mailand, doch ihr Design-Erbe bleibt bis heute weltweit bestehen.

Mehr über 'Anna Castelli Ferrieri' in unserem Journal

Anna Castelli Ferrieri

...Geburtstags der italienischen Architektin, Designerin und Mitgründerin von Kartell, Anna Castelli Ferrieri... Abgesehen von kleineren Flirts mit der Moderne und einem Besuch bei Le Corbusier in Paris wurde die jugne Anna Castelli Ferrieri schon immer mehr vom italienischen Neorationalismus angezogen - besonders von Franco Albinis Arbeit...


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